Junge Union beschließt „Grüne Null“ und lehnt SPD-Grundrente ab

30.10.2019

Schleswig-Holstein Tag der JU in Lübeck mit richtungsweisenden Beschlüssen

Am vergangenen Wochenende (26./27.10.2019) fand in der Hansehalle in Lübeck der Schleswig-Holstein- Tag der Jungen Union statt. Der Leitantrag „Der Weg zu einem nationalen Klimakonsens“ wurde mit Experten aus Politik und NGOs diskutiert und von den 200 Delegierten einstimmig beschlossen. Kernforderung ist das Bestreben der Jungen Union nach einer „Grünen Null“, also der Klimaneutralität Deutschlands bis zum Jahr 2050.

„Wir dürfen uns beim Thema Klimaschutz nicht zwischen Ökologie und Ökonomie aufreiben lassen, sondern müssen vielmehr einen Gewinn für beide erhalten. Klar ist, dass wir mehr tun können und müssen, um unsere Ziele zu erreichen. Allerdings müssen wir auch die Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft im Blick haben, zum Beispiel die Entwicklung der Arbeitsplätze. Dieser ganzheitliche Blick unterscheidet unsere Forderungen klar von den Utopien einiger Klimaaktionsgruppen, die das System radikal umbauen wollen, koste es was es wolle“, so Birte Glißmann, Vorsitzende der Jungen Union Schleswig-Holstein.

„Für uns stehen Innovationen und Anreize klar im Vordergrund. Das bedeutet beispielsweise die Entwicklung klimaneutraler Antriebstechniken für den Luftverkehr, die  Förderung von Wasserstofftechnologien, die Erprobung autonomer Zustelltechnologien oder eben auch der Ausbau und die Vergünstigung des ÖPNV“, so Glißmann weiter.

Mit breiter Mehrheit stimmten die Delegierten außerdem einem Antrag zu, der sich mit dem Thema Grundrente befasste. Dazu Birte Glißmann: „Mit der Jungen Union wird es eine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung nicht geben. Wir lassen uns nicht von einer SPD treiben, die markige Punkte setzen muss und mit der Gießkanne Milliarden verteilen will, weil sie medienwirksam ein Casting für die nächsten Vorsitzenden veranstaltet. Auch gute Finanzpolitik ist Zukunftspolitik.“