JU fordert stärkere Maßnahmen für eine konsequente Verhütung und Aufklärung

02.12.2019

Kondomautomaten an weiterführenden Schulen und Kostenübernahme für Verhütungsmittel von Geringverdienern

Am 1. Dezember, dem internationalen Welt-AIDS-Tag, fand der Schleswig-Holstein Rat der Jungen Union Schleswig-Holstein in Bad Schwartau statt. In einem beschlossenen Sachantrag fordert die Junge Union einen besseren Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten und umfänglichere Prävention vor ungewollten Schwangerschaften.

„Es ist ein gutes Zeichen, dass HIV-Neuinfektionen jährlich in Deutschland abnehmen und so auch die Zahl der AIDS-Toten rückläufig ist. Jedoch nehmen wir mit Erschrecken zur Kenntnis, dass sich im Gegensatz dazu Geschlechtskrankheiten wie Syphilis sprunghaft ausbreiten. Unter anderem im Sexualkundeunterricht herrscht Nachholbedarf. Dieser muss punktuell geschlechtergetrennt durchgeführt werden, um offenere Gespräche zu ermöglichen. Für Lehrer muss es zudem eine vertiefte Unterstützung und Vorbereitung für die Durchführung von Sexualkundeunterricht geben. Ferner müssen wir dafür sorgen, dass Kondomautomaten flächendeckender im Land zu finden sind. In Zeiten wo es immer weniger Bars und Diskotheken gibt, müssen jene Automaten auch an weiterführenden Schulen aufgestellt werden. Dadurch können wir auch dazu beitragen, dass das Thema Verhütung in der Gesellschaft enttabuisiert wird“, so Birte Glißmann, Vorsitzende der Jungen Union Schleswig-Holstein.

Auch setzt sich die Junge Union Schleswig-Holstein dafür ein, dass Verhütungsmittel für junge und bedürftige Menschen günstiger werden. Dazu Birte Glißmann: „Auszubildende und Empfänger von BAföG oder Sozialleistungen sollten günstiger oder gar kostenlos verhüten können. Hier müssen wir in Gesellschaft und Politik über Modelle der Kostenübernahme sprechen, denn Verhütung darf nicht vom Geldbeutel abhängen.“