JU SH begrüßt Diskussion über Spracherwerb vor Schulstart

08.08.2019

Sprache als entscheidende Grundlage für die Schulbildung

Die Aussagen des MIT-Bundesvorsitzenden Carsten Linnemann, MdB zum Thema Eingangsuntersuchungen bei Flüchtlingskindern haben in den letzten Tagen hohe Wellen geschlagen. Die Junge Union Schleswig-Holstein begrüßt die Diskussion, sieht Schleswig-Holstein allerdings in einer Vorreiterrolle im Bereich des Spracherwerbs durch die Förderung des Deutsch-als-Zweitsprache (DaZ) - Unterrichts.

„Fakt ist, dass Sprache der Schlüssel für gelingende Integration und Bildung ist. Viele Minderjährige mit Migrationshintergrund haben hier bei uns in Schleswig-Holstein mit Hilfe von gut ausgebildetem und sehr engagiertem Fachpersonal in speziellen DaZ-Zentren während der Schulzeit erfolgreich die deutsche Sprache gelernt“, so Birte Glißmann, Vorsitzende der Jungen Union Schleswig-Holstein.

Der Vorteil dieses Modells ist nach Auffassung der Jungen Union, dass die Kinder von Anfang an in den allgemeinen Schulalltag integriert werden und dadurch neben dem sprachlichen Unterricht von sozialen Kontakten und Lernerfolgen profitieren.

„Die Diskussion über Fragen des Spracherwerbs aber auch der erfolgreichen Integration ist in der Gesellschaft wichtig. Denn die Integration kann nur mit der Gesellschaft gemeinsam gelingen. Die Lösung muss aber sein, dass solche Projekte wie in Schleswig-Holstein ausgebaut und anderswo adaptiert werden. Dafür fordern wir vom Bund eine stärkere finanzielle Unterstützung, um den Spracherwerb für Kinder mit Migrationshintergrund weiter ausbauen zu können, insbesondere mit weiterem gut ausgebildetem Personal“, so Glißmann weiter.

„Kinder mit nichtdeutscher Herkunftssprache schon mit vier oder fünf Jahren täglich einer Vorschulpflicht auszusetzen, halten wir hingegen für falsch, auch vor dem Hintergrund des Gleichbehandlungsgrundsatzes unseres Grundgesetzes. Leider gibt es unter den Erstklässlern nicht nur Kinder mit Migrationshintergrund, die über schlechte Sprachfähigkeiten verfügen. Auch damit müssen wir uns auseinandersetzen und Lösungen entwickeln, um den Kindern von vornherein die richtigen Hilfestellungen zu geben“, gibt Glißmann abschließend zu bedenken.